In Steglitz-Zehlendorf beträgt der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund etwa 25 Prozent, was unter dem Berliner Durchschnitt liegt.12 Diese Zahl ergibt sich aus der Kombination amtlicher Einwohnerdaten und spezifischer Analysen zur Jugendaltersgruppe, die einen Migrationshintergrund definieren als selbst im Ausland geboren oder mindestens ein Elternteil mit ausländischer Herkunft. Familien finden im Bezirk zahlreiche Erholungsflächen, etwa die Parks in Steglitz-Zehlendorf.
Der Bezirk in Zahlen
Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf zählt aktuell rund 311.040 Einwohner, von denen fast 100.000 Personen, das sind etwa 32 Prozent, einen Migrationshintergrund haben. Dieser Gesamtanteil umfasst alle Altersgruppen und spiegelt die Vielfalt wider, da Menschen aus über 150 Ländern im Bezirk leben.
Für die Gruppe der Unter-18-Jährigen ist der Wert jedoch niedriger: Etwa 25 Prozent weisen einen Migrationshintergrund auf, basierend auf Mikrozensus-Daten und lokalen Schülerstatistiken.3 Im Vergleich dazu liegt der Anteil bei Schülern in Berlin insgesamt bei mehr als 52 Prozent für die Altersspanne 6 bis 18 Jahre.
Bundesweiter Vergleich
Bundesweit erreichte der Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund Ende 2024 über 40 Prozent.
Vergleich mit anderen Berliner Bezirken
Steglitz-Zehlendorf gehört zu den Bezirken mit vergleichsweise niedrigem Anteil an Jugendlichen mit Migrationshintergrund. In Neukölln oder Friedrichshain-Kreuzberg liegen die Werte in Schulen oft über 70 Prozent, während sie in Pankow oder Treptow-Köpenick bei 30 bis 40 Prozent liegen.
Spezifische Schulen in Steglitz-Zehlendorf zeigen Anteile von 20 bis 35 Prozent an Schülern mit Migrationshintergrund, was den Bezirksdurchschnitt von 25 Prozent untermauert. Demgegenüber verzeichneten Bezirke wie Mitte oder Reinickendorf höhere Ausländeranteile bei der Gesamtbevölkerung, mit Rückgängen um 1,4 Prozent im ersten Halbjahr 2025 speziell in Steglitz-Zehlendorf.4
Demografische Entwicklung im Trend
Die Demografie der Jugend in Steglitz-Zehlendorf zeigt, wie sich Berlin und Deutschland in 20 bis 30 Jahren entwickeln könnten. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund steigt bundesweit kontinuierlich: Von 37 Prozent im Jahr 2019 auf über 40 Prozent Ende 2024.
In Berlin wuchs er von einem Viertel vor zehn Jahren auf über die Hälfte heute.5 Prognosen deuten darauf hin, dass bis 2046 jeder zweite Schüler in Berlin aus Familien mit Migrationshintergrund stammen könnte, bedingt durch höhere Geburtenraten und Zuzug.
In ländlichen Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern bleibt der Anteil unter 12 Prozent, während Stadtstaaten wie Bremen bei fast 67 Prozent liegen.
Aktuelle Daten 2025
Neuere Daten aus 2025 bestätigen den Trend: Die Zahl deutscher Personen mit Migrationshintergrund in Berlin stieg auf 657.999, was einem Anteil von 16,9 Prozent entspricht, ein Plus von 11,2 Prozent innerhalb von sechs Monaten. In Steglitz-Zehlendorf sank der Ausländeranteil leicht um 1,4 Prozent, was auf Einbürgerungen zurückzuführen ist.
Gleichzeitig wächst Berlins Gesamtbevölkerung auf 3,9 Millionen Einwohner.
Datenbasis und Methodik
Diese Entwicklungen basieren auf dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamts, der Haushalte jährlich befragt und Migrationshintergrund unabhängig von Staatsangehörigkeit erfasst. Lokale Daten stammen von der Bezirksverwaltung Steglitz-Zehlendorf und dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.
Schülerstatistiken berücksichtigen Herkunftssprache und Elternherkunft. Die Zahlen unterscheiden sich je nach Definition und Erhebung, da nicht alle Bundesländer Migrationshintergrund systematisch erfassen.