Wenn im ZDF-Krimi „Wilsberg" der Steuerprüfer Ekki Talkötter mit trockenem Spruch durchs Bild stolpert, sehen Millionen Zuschauer einen Mann, der so urig berlinert, dass man den Bezirk fast mithört.
Kein Wunder: Oliver Korittke ist ein echtes West-Berliner Kind, geboren am 6. April 1968, aufgewachsen in Berlin-Steglitz.1
Seit 2005 spielt er den treuherzigen Steuerfahnder an der Seite von Privatdetektiv Wilsberg, und nach rund zwei Jahrzehnten ist die Rolle längst Kult.
Doch Korittke ist mehr als nur „Ekki": Er ist Sneaker-Jäger, Actionfiguren-Sammler und einer der bekanntesten Schauspieler, die zwischen Schloßstraße und Botanischem Garten groß geworden sind.
Wer sich für die berühmten Persönlichkeiten aus Steglitz-Zehlendorf interessiert, kommt an ihm nicht vorbei.
Vom Steglitzer Jungen zum Schauspieler
Korittkes Karriere begann früher, als die meisten ahnen.
Schon als kleiner Junge stand er vor der Kamera, später sammelte er erste Fernseherfahrung in der „Sesamstraße" und arbeitete in den Neunzigern für den Musiksender MTV.2
Die Berliner Schnauze, die ihm heute so viele Sympathien einbringt, war also nie aufgesetzt.
Der große schauspielerische Durchbruch kam 1997: In der Krimikomödie „Die Musterknaben" spielte Korittke den Oliver Dretzke und machte sich damit endgültig einen Namen.3
Zwei Jahre später folgte die nächste Kultrolle: als opportunistischer Kleinganove Keek in der Ruhrpott-Gaunerkomödie „Bang Boom Bang". Damit war Korittke der Typ für den schrägen, liebenswerten Außenseiter, eine Schublade, in die er bis heute mit sichtbarem Vergnügen passt.
2005 übernahm er dann jene Rolle, die ihn einem Millionenpublikum bekannt machen sollte: Ekkehard „Ekki" Talkötter, den biederen, herzensguten Finanzbeamten in der ZDF-Reihe „Wilsberg". Aus dem Steglitzer Jungen war ein bundesweit bekanntes Krimi-Gesicht geworden.
Was Oliver Korittke heute macht
Die gute Nachricht für alle Fans: Ekki bleibt. Korittke gehört nach wie vor zum festen „Wilsberg"-Ensemble.
Bis ins Jahr 2025 hat er rund 74 Folgen der Reihe gedreht, und auch 2025 liefen wieder neue Episoden mit ihm, darunter „Achtsam bis tödlich" und „Mit allen Wassern gewaschen".4
Auch 2026 ist Schluss noch lange nicht in Sicht.
Für den 4. April 2026 kündigte das ZDF die neue Folge „Wilsberg – Mogelpackung" an, erneut mit Korittke als Ekki Talkötter.5
Von einem Ausstieg ist nichts bekannt, im Gegenteil: Die Rolle, die er seit zwanzig Jahren spielt, gehört zu den beständigsten Konstanten im deutschen Vorabend-Krimi.
Daneben zeigt sich Korittke gern von seiner privaten Seite. Im Oktober 2024 war er bei der RTL-Show „Die Verräter" zu sehen, dem Promi-Halloween-Special, in dem 16 Stars einander misstrauen mussten.
Für Korittke war das Abenteuer allerdings kurz: Er flog bereits in der ersten Folge raus.6
Geschadet hat ihm das nicht, im Gegenteil, es zeigte den Schauspieler einmal abseits seiner gewohnten Krimi-Routine.
Und dann ist da noch die große Leidenschaft, die ihn von vielen Kollegen unterscheidet: Korittke ist passionierter Sammler. Über die Jahre häufte er rund 2.500 Paar Sneaker sowie eine riesige Sammlung an Vintage-Spielzeug und Actionfiguren an.
Aus dieser Manie wurde 2012 sogar ein Museum für urbane Popkultur in Berlin-Mitte, in dem Turnschuhe, Star-Wars-Figuren und Pop-Reliquien wie in einem amerikanischen Kinderzimmer ausgestellt wurden.7
Der Steglitz-Zehlendorf-Bezug
Bei aller Bundesbekanntheit: Korittkes Wurzeln liegen klar im Berliner Südwesten. Geboren im damaligen West-Berlin, wuchs er in Steglitz auf, jenem Ortsteil, der heute zum Bezirk Steglitz-Zehlendorf gehört.
Wer die Stadtteile von Steglitz-Zehlendorf kennt, weiß, dass hier zwischen Gründerzeitstraßen, gutbürgerlichen Wohnvierteln und viel Grün eine ganze Reihe prominenter Köpfe groß geworden ist.
Diese Mischung aus Großstadt und beinahe vorstädtischer Ruhe prägt bis heute die Identität des Bezirks. Korittke reiht sich damit ein in eine illustre Nachbarschaft.
Auch Sänger-Ikone Marianne Rosenberg ist eng mit dem Berliner Südwesten verbunden. Steglitz-Zehlendorf war und ist offenbar ein guter Boden für Karrieren, die später ganz Deutschland erreichen.
Dass Korittke seine Berliner Herkunft nie abgelegt hat, hört man in jeder Szene. Seine „Berliner Schnauze mit Herz" ist genau das, was Figuren wie Ekki ihre Wärme gibt.8
Ausblick
Mit der neuen „Wilsberg"-Folge im Frühjahr 2026 ist klar: Oliver Korittke bleibt seinem Ekki und damit dem deutschen Krimi-Publikum erhalten.
Nach zwei Jahrzehnten in der Rolle deutet nichts auf einen Abschied hin, und seine gelegentlichen Ausflüge ins Unterhaltungsfernsehen halten ihn auch jenseits von Münster im Gespräch.
Bemerkenswert bleibt, wie nahbar der gebürtige Steglitzer geblieben ist: ein Schauspieler, der seine Sneaker zählt, Actionfiguren liebt und beim Reden klingt wie ein Junge aus dem Kiez nebenan. Genau das macht ihn für viele zum Sympathieträger, weit über den Berliner Südwesten hinaus.
Häufige Fragen zu Oliver Korittke
Wie alt ist Oliver Korittke?
Oliver Korittke wurde am 6. April 1968 in West-Berlin geboren. Im Jahr 2026 ist er somit 58 Jahre alt.
Spielt Oliver Korittke noch bei Wilsberg mit?
Ja. Korittke gehört weiterhin zum festen „Wilsberg"-Ensemble und ist als Ekki Talkötter auch 2026 dabei, unter anderem in der neuen Folge „Wilsberg – Mogelpackung", die für den 4. April 2026 angekündigt war. Von einem Ausstieg ist nichts bekannt.
Wo wohnt Oliver Korittke heute?
Korittke ist in Berlin-Steglitz aufgewachsen und blieb seiner Heimatstadt verbunden. Zu seinem heutigen privaten Wohnort macht der Schauspieler keine öffentlichen Angaben.
Was macht Oliver Korittke heute?
Er steht weiterhin als Ekki Talkötter für die ZDF-Reihe „Wilsberg" vor der Kamera, tritt gelegentlich in Unterhaltungsformaten wie „Die Verräter" (RTL, 2024) auf und ist als leidenschaftlicher Sammler von Sneakern und Actionfiguren bekannt.
Wie viel Vermögen hat Oliver Korittke?
Zu Oliver Korittkes Vermögen gibt es keine offiziellen Angaben.